• 29.12.2019, 18:18
Dann bist du beim Referat für Internationale Beziehungen genau an der richtigen Stelle.

Ein Auslandsaufenthalt ist deine Chance, deinen Bildungshorizont zu erweitern, aufregende Erfahrungen an einer Hochschule im Ausland zu machen und mit anderen Menschen und Kulturen in Kontakt zu kommen. Möglichkeiten, für ein oder mehrere Semester im Ausland zu studieren, gibt es jede Menge und das Angebot wird laufend größer. Um deine Auslandserfahrung in dein Studium zu integrieren, ist eine gute und vor allem rechtzeitige Planung des öfters etwas langwierigen und leider sehr bürokratischen Unterfangens unbedingt notwendig.

Die Chance in das gewünschte Land zu fahren und dort zu studieren ist prinzipiell für alle Studierende gegeben, jedoch sind einige Faktoren maßgeblich dafür, ob du das Stipendium oder den Programmplatz an deiner gewünschten Hochschule und in dem gewünschten Zeitraum bekommst. Je eher und je ausgiebiger du dich über sämtliche Möglichkeiten informierst und je früher du dich für ein konkretes Austauschprogramm bewirbst, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass dein Plan aufgeht.

Das bedeutet, dass du so früh wie möglich mit der Planung deines Auslandsaufenthaltes beginnen solltest. Auch auf die finanzielle Situation solltest du achten, denn die ausgegebenen Stipendien dienen meist nur als Zuschuss zu den oft erhöhten Lebenserhaltungskosten im Ausland und decken daher nicht deine gesamten Kosten ab. Es müssen neben Kosten für Wohnen, Transport und Studium auch etwaige Kosten für Versicherungen, Verwaltungstätigkeiten und andere Gebühren beachtet werden. Dies stellt Studierende in teuren Ländern oft vor Probleme.

Bevor du nun die tatsächliche Organisation deines Auslandsaufenthalts beginnst, solltest du folgende Fragen klären:

Wo will ich hin? In welches Land und an welche Hochschule?

Wird mein Wunschstudium an meiner gewählten Hochschule angeboten?

Gibt es Austauschprogramme zwischen meiner Heimathochschule und der Zielhochschule (z.B. ERASMUS+, Joint Study, etc.) oder muss ich meinen

Auslandsaufenthalt selber organisieren?

Was sind die Voraussetzungen für die Bewerbung? Erfülle ich diese?

Welche Fristen gelten für die Bewerbung?

Welche Übereinstimmungen gibt es im Studienplan? Welche Lehrveranstaltungen können angerechnet werden?

Wie kann ich mir meinen Aufenthalt finanzieren? Gibt es Stipendien? Muss ich Studiengebühren zahlen?

Welche Sprachvoraussetzungen werden verlangt? Muss ich vor der Bewerbung/Abreise einen Sprachkurs machen? Sind meine Sprachzertifikate aktuell?

Wann sind die Anmeldefristen für Studierendenheime? Welche Möglichkeiten für die Wohnungssuche gibt es im Zielland?

Bin ich im Ausland versichert oder brauche ich eine Zusatzversicherung?

Nun stellt sich noch die Frage: Welche Austauschprogramme gibt es denn eigentlich? Wir geben dir einen kurzen Überblick über die wichtigsten derzeit bestehenden Programme.

ERASMUS+

ERASMUS+ ist das größte Austauschprogramm der Europäischen Union. Die Programminitiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Qualität der Hochschulbildung zu verbessern, transnationale Zusammenarbeit zwischen Hochschulen auszubauen und eine erhöhte Mobilität für Studierende und auch Lehrende zu ermöglichen. Mit ERASMUS+ hast du die Möglichkeit, drei bis zwölf Monate an einer europäischen Hochschule zu verbringen. Deine im Ausland erbrachten Studienleistungen werden an deiner Heimathochschule im Voraus angerechnet. Zusätzlich bist du für die Dauer deines Aufenthaltes an deiner Ziel- und Heimathochschule von Studiengebühren befreit. Weitere Informationen zu ERASMUS+ findest du unter www.bildung.erasmusplus.at.

CEEPUS

CEEPUS – Central European Exchange Program for University Studies – ist ein Austausch- und Stipendienprogramm, mit dem Studierende mit Staatsbürger_innenschaft eines CEEPUS-Mitgliedstaates oder eines EU-/EWR-Staates an einer Hochschule in Zentraleuropa studieren können. Weitere Informationen findest du unter www.ceepus.info.

Joint Study-Programme

Joint Study-Programme sind bilaterale Abkommen zwischen einer österreichischen und einer ausländischen Hochschule, wo du die Möglichkeit hast, ein oder zwei Semester an dieser Hochschule zu studieren.

Neben der beratenden Tätigkeit als Ansprechpartner für die Planung und Organisation von Auslandsaufenthalten dient das Referat für Internationale Beziehungen unter Leitung von Antonio Nedic auch als Interessensvertretung von österreichischen Studierenden in internationalen Gremien und Arbeitsgemeinschaften. Dies beinhaltet vor allem die Mitarbeit an Entwicklungen bezüglich des Bolognaprozesses und dem Ausbau des Erasmusprogramms. Wir arbeiten aus diesem Grund auch mit der European Students‘ Union (ESU) eng zusammen, um das Studieren an den Hochschulen Europas so angenehm wie möglich zu machen.

Die ESU ist ein Verband aus 45 Mitgliedsinstitutionen aus 38 Ländern und vertritt mehr als 11 Millionen Studierende auf europäischer Ebene. Das Ziel der ESU ist die Vertretung und die Förderung von bildungspolitischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Interessen Studierender in der Europäischen Union sowie die Vernetzung mit anderen internationalen Institutionen.

Haben wir dein Interesse geweckt? Hast du noch weitere Fragen? Schreib uns eine E-Mail an internationales@oeh.ac.at oder komm (mit Voranmeldung) bei unserem Büro in der Taubstummengasse 4-9, 1040 Wien vorbei.

Viel Spaß und Erfolg bei deinem Auslandsaufenthalt wünscht dir das Referat für Internationale Beziehungen!

AutorInnen: Nicklas Gattringer