Nationalsozialismus

Wir haben uns (k)ein Denkmal gebaut

Wer ein Denkmal baut, schafft Raum, um zu gedenken. Wenn das verwehrt wird, bleibt eine Leerstelle in der öffentlichen Erinnerung. Über Gedenkkultur in Österreich.

Illustration: Soufeina Hamed

WU Wien: Erinnerung an einen Mikrokosmos des Grauens

Am 8.Mai 2014 wurde am neuen Campus der Wirtschaftsuniversität Wien feierlich eine Skulptur enthüllt, die jenen jüdischen Studierenden, DozentInnen und MitarbeiterInnen ein Denkmal setzen soll, welche im Nationalsozialismus von der damaligen Hochschule für Welthandel vertrieben wurden. Margot Landl hat für progress online die Feierlichkeit besucht.

NS-Mahnmal am Campus der WU Wien. Foto: Christopher Glanzl

Eine Jugend im Konzentrationslager Theresienstadt

Helga Pollak-Kinsky, 1930 in Wien geboren, war zwölf als sie im Jänner 1943 zusammen mit ihrem Vater Otto Pollak nach Theresienstadt deportiert wurde. “Mein Theresienstädter Tagebuch 1943-1944 und die Aufzeichnungen meines Vaters Otto Pollak” wurde im eigens dafür gegründeten Verlag edition Room 28 veröffentlicht. progress online hat mit der Herausgeberin Hannelore Brenner über dieses einzigartige, zeithistorische Dokument und über die Schwierigkeiten für dieses einen Verlag zu finden gesprochen.

Copyright: Helga Pollak-Kinsky/Edition Room 28

Heimweh nach La Paz

Die pensionierte Kinderärztin Miriam Rothbacher (*1935, geb. Krakauer) musste wegen des nationalsozialistischen Antisemitismus mit ihrer Familie 1939 Deutschland verlassen. Bolivien gewährte der Familie damals Zuflucht. Im Interview erzählt sie von ihrem Leben und ihrem Hilfsprojekt Pro Niño Boliviano.

Miriam Rothbacher musste als Kind vor den Nazis flüchten. Heute lebt sie in Österreich und sehnt sich zurück nach Bolivien. Foto: Christoph Glanzl

An einer KZ-Gedenkstätte arbeiten

Wer sind die Menschen, die im Vermittler_innen-Pool an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen arbeiten? Warum tun sie sich das an und wie gehen sie damit um? Fünf Guides haben über ihren Bezug zu Arbeit, Ort und Motivation gesprochen und darüber welchen Platz sie dort besonders interessant finden.

Blick auf die Gedenkstätte Mauthausen. Fotos: Nina Aichberger

Wo sich Vergangenheit und Gegenwart treffen - Mauthausen

Am 27.1. ist Holocaust-Gedenktag – ein Anlass, sich mit der Gedenkkultur in Österreich zu beschäftigen. Das Memorial Mauthausen sticht da besonders hervor. Nina Aichberger ist Guide in der Gedenkstätte und berichtet für progress online von der KZ-Gedenkstätte und seinen Mitarbeiter_innen.

Wo sich Vergangenheit und Gegenwart treffen: Kinder spielen auf dem BRD-Denkmal während der Befreiungsfeierlichkeiten. Foto: Nina Aichberger

Einmal Palästina und wieder zurück

Karl Pfeifer (*1928) hat mit seiner Autobiographie „Einmal Palästina und zurück. Ein jüdischer Lebensweg“ einen wichtigen Beitrag zur Geschichte des Zionismus und des jungen Staates Israel geleistet. In seinem Buch thematisiert er auch das unrühmliche Verhalten der Alliierten gegenüber den jüdischen Flüchtlingen sowie den Antisemitismus in Österreich, Ungarn und von arabischer Seite.

Foto: Edition Steinbauer

Die letzten ZeitzeugInnen

Die letzten ZeitzeugInnen der Shoah vermitteln weit mehr als nur einen Einblick in die Verbrechen des Nationalsozialismus. Denn ihre Lebensgeschichten und Gefühle stellen ein wichtiges Vermächtnis dar, dass es zu bewahren gilt. Claudia Aurednik hat zwei ZeitzeugInnen besucht und mit ihnen gesprochen.

Foto: Sarah Langoth

Hoffnungslos überfrachtet

Die Erwartungen an den NSU-Prozess sind vollkommen überhöht. Viele Medien konzentrieren sich seit Monaten auf das Verfahren in München und auf die Hauptangeklagte „Nazi-Braut“ Zschäpe. Doch ein Prozess kann keine gesellschaftliche Debatte über die Ursachen des Rechtsterrorismus ersetzen. Ein Kommentar zum NSU-Prozess von Felix M. Steiner und Patrick Gensing*

Gedenkfeier 70 Jahre Befreiung Mauthausen

Über 20.000 Menschen kamen dieses Wochenende im ehemaligen Hauptlager Mauthausen zum 70. Jahrestag der Befreiung. Menschen aus aller Welt erinnerten an die schrecklichen Ereignisse, die hier erst am 5. Mai 1945 ihr Ende nahmen. Eine Fotostrecke von Christopher Glanzl.
 

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